Starlink im Wohnhaus: wann es sich lohnt und wann nicht
Nicht jeder Haushalt ohne Glasfaser braucht einen Satelliten. Sechs Fälle, in denen es die richtige Entscheidung ist — und vier, in denen Sie das Geld sparen sollten.
Es gibt in Bayern Orte, an denen die Glasfaser seit Jahren angekündigt ist und der Anschluss trotzdem nicht kommt. Und es gibt Häuser, in denen die Leitung zwar liegt, aber am Abend nichts mehr durchgeht, weil vier Leute gleichzeitig streamen und einer im Homeoffice sitzt.
Für beides ist Internet über Satellit eine Möglichkeit. Für beides ist es nicht automatisch die richtige.
Wann es sich lohnt
1. Es gibt keinen brauchbaren Anschluss und keine Aussicht auf einen. Der klarste Fall: Einzellage, Weiler, Ortsrand, Hof. Wo der Tiefbau am Grundstück endet und niemand einen Termin nennen kann, ist die Antenne der einzige Weg, der ohne Genehmigung und ohne Graben funktioniert.
2. Homeoffice ohne Aussetzer. Wer täglich in Videokonferenzen sitzt, merkt den Unterschied nicht an der Höchstgeschwindigkeit, sondern an der Stabilität. Eine Leitung, die dreimal am Tag kurz wegbricht, kostet Nerven und Glaubwürdigkeit.
3. Der vorhandene Anschluss trägt die Familie nicht mehr. Bestehende Leitungen mit sehr geringer Bandbreite sind abends de facto unbenutzbar.
4. Zweites Standbein für den Notfall. Wer beruflich zu Hause arbeitet, kann die Satellitenverbindung neben die vorhandene Leitung stellen — fällt die eine aus, läuft die andere weiter.
5. Umzug in ein Haus, dessen Anschluss unklar ist. Die Antenne ist in Stunden in Betrieb, ein Anschluss dauert mitunter Monate.
6. Ferienhaus, Wochenendhaus, Wohnwagen auf dem eigenen Grundstück. Sie wandert mit und braucht keinen Vertrag am Ort.
Wann Sie es lassen sollten
1. Es liegt Glasfaser im Haus oder sie kommt in absehbarer Zeit mit festem Termin. Dann ist der Anschluss auf Dauer die bessere Wahl.
2. Der Aufstellort sieht keinen freien Himmel. Hoher Wald direkt am Haus, ein Nachbargebäude in Richtung Süden, ein Innenhof: Die Antenne braucht freie Sicht. Ohne diese Sicht bringt auch die beste Technik nichts.
3. Das eigentliche Problem ist das WLAN. Sehr häufig: Die Leitung ist in Ordnung, aber im Obergeschoss kommt nichts an. Dann hilft eine ordentliche Verteilung im Haus — und keine neue Leitung.
4. Es wird ohnehin kaum genutzt. Wer im Netz nur E-Mails liest, braucht die Investition nicht.
Die drei Fragen vor der Entscheidung
- Wo kann die Antenne stehen? Dach, Giebel, Garage, Mast im Garten. Wichtig ist der freie Blick nach oben, nicht die Himmelsrichtung im klassischen Sinn.
- Wie kommt das Netz ins Haus? Ein Kabel muss vom Aufstellort bis zum Router. Das ist der Teil, der über die Montagezeit entscheidet.
- Wie wird verteilt? Ein einzelner Router in der Ecke des Erdgeschosses versorgt selten ein ganzes Haus. Planen Sie die Verteilung mit ein, sonst ist die neue Verbindung genauso unbrauchbar wie die alte.
Was wir dabei tun
Wir montieren die Antenne, führen das Kabel sauber ins Haus, richten die Verbindung ein und sorgen dafür, dass WLAN bis in den letzten Winkel reicht — auch in Halle, Werkstatt und Büro, wenn Wohnen und Arbeiten am selben Ort stattfinden.
Wir sagen Ihnen vorher, ob Ihr Aufstellort taugt. Wenn er es nicht tut, sagen wir das auch — eine Antenne unter einem Baum verkauft sich einmal und ärgert dauerhaft.
Was oft übersehen wird
- Strom am Aufstellort. Antenne und Router brauchen dauerhaft Strom. Bei einer Montage am Giebel gehört die Leitung dazu.
- Wetter. Starker Schneefall kann kurzzeitig stören; die Antenne heizt sich frei. Kein Grund gegen die Technik, aber ein Grund für einen erreichbaren Montageort.
- Blitzschutz und Befestigung. Eine Antenne am Haus ist eine bauliche Sache. Sie gehört fachgerecht befestigt, nicht auf eine Terrassenplatte gestellt.
- Miete. Wer zur Miete wohnt, braucht für eine feste Montage die Zustimmung des Eigentümers.
Häufige Fragen
Funktioniert das auch bei Regen?
Ja. Starker Niederschlag kann die Verbindung kurzzeitig beeinträchtigen, sie fällt aber nicht regelmäßig aus. Wichtiger als das Wetter ist die freie Sicht nach oben.
Kann ich telefonieren wie mit einer Festnetzleitung?
Telefonieren über das Internet funktioniert. Eine klassische Festnetznummer bleibt an Ihrem bestehenden Vertrag hängen — das lässt sich lösen, gehört aber besprochen.
Wie lange dauert die Montage?
Für ein normales Einfamilienhaus mit erreichbarem Aufstellort ist es ein Vormittag. Länger dauert es, wenn das Kabel durch das ganze Haus geführt oder ein Mast gesetzt werden muss.
Kann ich das selbst aufbauen?
Grundsätzlich ja — die Geräte sind dafür gemacht. Zwei Stellen sind heikel und sollten vorher geklärt sein: die Befestigung am Dach und das WLAN, das im Haus ankommen muss.
Was passiert bei einem Umzug?
Sie nehmen die Antenne mit. Das ist einer der Vorteile gegenüber einem leitungsgebundenen Anschluss.
Der nächste Schritt
Sagen Sie uns Ihre Anschrift und wo die Antenne stehen könnte. Wir sagen Ihnen, ob es an Ihrem Haus funktioniert — vor dem Auftrag, nicht danach.
09195 9392909 oder info@xaicore.de.